Ausbildung zum/r betrieblichen Suchtberater-/in

Wird in Ihrem Unternehmen offen über Abhängigkeiten gesprochen oder eher weggeschaut? Alkohol, Tabak, Drogen, Medikamente? Suchtverhalten und seine unterschiedlichen Vorstufen sind mittlerweile in allen Gesellschaftsschichten zu finden und so werden auch in den Betrieben Suchtprobleme am Arbeitsplatz immer häufiger wahrgenommen. Den bekannten Formen des Suchtverhaltens stehen nun auch neue Formen, wie beispielsweise die Abhängigkeit von Spielen, Internet, Konsum, aber auch vermehrt Essstörungen und Arbeitssucht gegenüber. Gesundheitliche, seelische und/oder soziale Probleme sind die Folgen. Doch meist spricht keiner darüber, das Thema wird tot geschwiegen.

In unserer Ausbildungsreihe beschäftigen Sie sich mit individuell unterschiedlichen Umständen, Formen und Folgen von Abhängigkeit und Sucht. In 4 mehrtägigen Modulen erlangen Sie wertvolles Wissen rund um Präventionsmöglichkeiten und innerbetriebliche Unterstützungsmaßnahmen. Hierdurch werden Sie zu einer/einem kompetenten und wertvollen Ansprechpartner-/in und können alle Fragen rund um das Thema Sucht am Arbeitsplatz beantworten. 

Alle Termine ansehen  →

Zielgruppe

Die Ausbildungsreihe steht allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern offen, die anstreben oder die Aufgabe übertragen bekommen haben, die Verantwortung für den Suchtbereich in ihrem Unternehmen zu übernehmen. Besonders angesprochen sind dabei alle betrieblichen Interessenvertretungen (Betriebsräte-/innen, Personalräte-/innen, Schwerbehindertenvertreter-/innen), Mobbing-Beauftragte, Personen, die im Sozialausschuss tätig sind, Sozialarbeiter, Betriebsärzte, Ausbilder, Arbeitssicherheitsbeauftragte, Berufsschullehrer und Theologen. Darüber hinaus steht die Ausbildungsreihe allen weiteren Interessierten offen. Sie kann ein Gewinn für jeden sein, der helfend und beratend mit Menschen zu tun hat.

Nutzen

  • Sie profitieren von einem erprobten Konzept aus Praxis und Theorie.
  • Sie werden zu einer-/m wertvollen Ansprechpartner-/in, um suchtmittelabhängige oder auch gefährdete Mitarbeiter-/innen beratend zur Seite stehen zu können.
  • Sie können die Verantwortung für den Suchtbereich in Ihrem Unternehmen übernehmen.
  • Sie wissen, wie betriebliche Präventionsmöglichkeiten gestaltet und umgesetzt werden können.
  • Sie lernen, Hilfe für gefährdete und kranke Betroffene zu organisieren.
  • Sie erhalten ein Zertifikat für Ihren Lebenslauf und können damit eine wichtige berufliche und persönliche Zusatzqualifikation vorweisen.

Methodik

Kurzvorträge, Übungen, Gruppenarbeit, Diskussions- und Erfahrungsaustausch.

 

Ausbildungsmodul 1 – Grundlagen
19.-21. November 2018

  • Alkohol und Suchtprobleme im Betrieb – Grundlagen
  • Stoffgebundene und nicht stoffgebundene Süchte
  • Alkoholsucht
  • Drogensucht
  • Medikamentensucht
  • Definition: Konsum, Mißbrauch, Abhängigkeit
  • Krankheitsbilder: Symptome, Verlauf und Formen der Abhängigkeit, Co-Abhängigkeit
  • Alkohol- und Suchtmittelabhängigkeit als Krankheit
  • Therapie-Behandlungsformen und Behandlungsziele

Ausbildungsmodul 2 – Innerbetriebliches Umfeld und rechtliche Konsequenzen
14.-16. Januar 2019

  • Suchtfördernde Arbeitsbedingungen
  • Gefährdungsbeurteilung und Suchtgefährdung am Arbeitsplatz
  • Führungskräfte und Sucht am Arbeitsplatz
  • Analyse innerbetrieblicher Strukturen im Hinblick auf Co-Abhängigkeiten
  • Umfang und Auswirkungen von Alkohol-und Suchtmittelkonsum im Betrieb
  • Rechtliche Grundlagen zum Thema Alkohol und Suchtmittel im Betrieb
  • Rechtliche Auswirkungen – Alkoholkonsum und Betriebs-und Wegeunfälle

Ausbildungsmodul 3 – Beratungskompetenz
11.-13. Februar 2019

  • Handlungsmöglichkeiten
  • Informationsrechte und Mitbestimmung bei betrieblicher Sucht-Prävention
  • Betriebsvereinbarung Sucht-Eckpunkte
  • Der Stufenplan als Kernstück der Sucht-BV
  • Betriebliches Eingliederungsmanagement und Sucht
  • Grundlagen der Kommunikation für betriebliche Suchtberater
  • Gespräche mit Betroffenen – Gesprächsführung
  • Motivation ,Selbstverständniss und Rolle des Suchtberaters

Ausbildungsmodul 4 – Handlungsmöglichkeiten/Praxis des/der Suchtberater-/in
18.-20. März 2019

  • Der betriebliche Umgang mit betroffenen Kollegen
  • Organisation der internen und externen Suchthilfe
  • Suchtproblematik als Handlungsaufgabe Arbeitsschutzausschusses
  • Arbeitsweise in der überbetrieblichen Suchtberatung
  • Möglichkeiten und Grenzen ambulanter und stationärer Suchtberatung
  • Alkoholverbot – Pro und Kontra
  • Bestandteile für ein betriebliches Suchtpräventionsprogramm
  • Suchtverhalten bei Auszubildenden-Prävention
  • Abschlusskolloquium mit Zertifikat

 

Freistellung für betriebliche Interessenvertreter-/innen

Die Kosten für die Teilnahme hat der Arbeitgeber gem. § 37.6
i.V.m. § 40 BetrVG und § 96.4 i.V.m. § 96.8 SGB IX zu tragen.

Teilnehmerbeitrag

Seminargebühr 3.440,00 EUR
zzgl. Unterkunfts- u. Verpflegungspauschale für 12 Tage 1.520,00 EUR
zzgl. ges. MwSt.

Die Ausbildungsreihe umfasst 4 Module á 3 Tage.
Darüber hinaus findet noch ein Einzeltermin in der Suchtklinik Weibersbrunn statt.
Eine Einzelbuchung der Module ist nicht möglich.

Datum Titel Ort Freie Plätze
Mo, 19.11.2018
– Mi, 20.03.2019
 
Ausbildung zum/r betrieblichen Suchtberater-/in Würzburg/Würzburg Umkreis 12 Buchen →