Ausbildung zum/r betrieblichen Suchtberater-/in

Suchtverhalten und seine unterschiedlichen Vorstufen sind in allen Gesellschaftsschichten zu finden und so werden auch in den Betrieben Suchtprobleme am Arbeitsplatz immer häufiger wahrgenommen. Den bekannten Formen des Suchtverhaltens wie Alkohol, Tabak, Drogen und Medikamente, stehen mittlerweile auch neue Formen, wie beispielsweise die Abhängigkeiten von Spielen, Internet, Konsum, aber auch vermehrt Arbeitssucht gegenüber. Gesundheitliche, seelische und/oder soziale Probleme sind die Folgen.

In unserer Ausbildungsreihe beschäftigen Sie sich mit individuell unterschiedlichen Umständen, Formen und Folgen von Abhängigkeit und Sucht. Hierdurch werden Sie zu einer/einem kompetenten und wertvollen Ansprechpartner-/in, können alle Fragen rund um das Thema Sucht am Arbeitsplatz beantworten und betroffenen Mitarbeiter-/innen beratend und unterstützend zur Seite stehen.

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Zielgruppe

Die Ausbildungsreihe steht allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern offen, die anstreben oder die Aufgabe übertragen bekommen haben, die Verantwortung für den Suchtbereich in ihrem Unternehmen zu übernehmen. Besonders angesprochen sind dabei alle betrieblichen Interessenvertretungen (Betriebsräte-/innen, Personalräte-/innen, Schwerbehindertenvertreter-/innen), Mobbing-Beauftragte und Personen, die im Sozialausschuss tätig sind.
Darüber hinaus steht die Ausbildungsreihe allen weiteren Interessierten offen.

Nutzen

  • Sie gewinnen umfangreiches Wissen über jegliche Arten von Suchterkrankungen.
  • Sie werden zu einer-/m wertvollen Ansprechpartner-/in, um suchtmittelabhängige oder auch gefährdete Mitarbeiter-/innen beratend zur Seite stehen zu können.
  • Sie können die Verantwortung für den Suchtbereich in Ihrem Unternehmen übernehmen.
  • Sie wissen, wie betriebliche Präventionsmöglichkeiten gestaltet und umgesetzt werden können.
  • Sie erhalten ein Zertifikat für Ihren Lebenslauf und können damit Ihre Kompetenz als Suchtberater-/in nachweisen.

Methodik

Kurzvorträge, Übungen, Gruppenarbeit, Diskussions- und Erfahrungsaustausch.

 

Ausbildungsmodul 1 – 20.-22. November 2017

  • Alkohol und Suchtprobleme im Betrieb – Grundlagen
  • Stoffgebundene und nicht stoffgebundene Süchte
  • Alkoholsucht
  • Drogensucht
  • Medikamentensucht
  • Definition: Konsum, Mißbrauch, Abhängigkeit
  • Krankheitsbilder: Symptome, Verlauf und Formen der Abhängigkeit, Co-Abhängigkeit
  • Alkohol- und Suchtmittelabhängigkeit als Krankheit
  • Therapie-Behandlungsformen und Behandlungsziele

Ausbildungsmodul 2 – 11.-13. Dezember 2017

  • Suchtfördernde Arbeitsbedingungen
  • Gefährdungsbeurteilung und Suchtgefährdung am Arbeitsplatz
  • Führungskräfte und Sucht am Arbeitsplatz
  • Analyse innerbetrieblicher Strukturen im Hinblick auf Co-Abhängigkeiten
  • Umfang und Auswirkungen von Alkohol-und Suchtmittelkonsum im Betrieb
  • Rechtliche Grundlagen zum Thema Alkohol und Suchtmittel im Betrieb
  • Rechtliche Auswirkungen – Alkoholkonsum und Betriebs-und Wegeunfälle

Ausbildungsmodul 3 – 24.-26. Januar 2018

  • Handlungsmöglichkeiten
  • Informationsrechte und Mitbestimmung bei betrieblicher Sucht-Prävention
  • Betriebsvereinbarung Sucht-Eckpunkte
  • Der Stufenplan als Kernstück der Sucht-BV
  • Betriebliches Eingliederungsmanagement und Sucht
  • Grundlagen der Kommunikation für betriebliche Suchtberater
  • Gespräche mit Betroffenen – Gesprächsführung
  • Motivation ,Selbstverständniss und Rolle des Suchtberaters

Ausbildungsmodul 4 – 21.-23. Februar 2018

  • Der betriebliche Umgang mit betroffenen Kollegen
  • Organisation der internen und externen Suchthilfe
  • Suchtproblematik als Handlungsaufgabe Arbeitsschutzausschusses
  • Arbeitsweise in der überbetrieblichen Suchtberatung
  • Möglichkeiten und Grenzen ambulanter und stationärer Suchtberatung
  • Alkoholverbot – Pro und Kontra
  • Bestandteile für ein betriebliches Suchtpräventionsprogramm
  • Suchtverhalten bei Auszubildenden-Prävention

 

Freistellung für betriebliche Interessenvertreter-/innen

Die Kosten für die Teilnahme hat der Arbeitgeber gem. § 37.6
i.V.m. § 40 BetrVG und § 96.4 i.V.m. § 96.8 SGB IX zu tragen.

Teilnehmerbeitrag

Seminargebühr 3.440,00 EUR
zzgl. Unterkunfts- u. Verpflegungspauschale für 12 Tage 1.520,00 EUR
zzgl. ges. MwSt.

Die Ausbildungsreihe umfasst 4 Module á 3 Tage.
Darüber hinaus findet noch ein Einzeltermin in der Suchtklinik Weibersbrunn im April 2018 statt. Eine Einzelbuchung der Module ist möglich.

Datum Titel Ort Freie Plätze
Mo, 20.11.2017
– Fr, 23.02.2018
 
Ausbildung zum/r betrieblichen Suchtberater-/in Würzburg 9 Buchen →